Archiv für Juli 2007

spanisch

in der vergangenen spanisch-sitzung durfte man andere menschen zu handlungen auffordern, die sie ohne die aufforderung nicht vollzogen hätte. man hat somit macht ausgeübt. die fähigkeit, korrekte imperative zu bilden, vorausgesetzt.

so kam ich doch tatsächlich noch einmal in den genuss des alten klassikers

wenn die bunten fahnen wehen, geht die fahrt wohl übers meer. woll‘n wir ferne lande sehen, fällt der abschied uns nicht schwer. leuchtet die sonne, ziehen die wolken, klingen die lieder weit übers meer.

youtube-film der woche X

ich weiß, dass es einige hassen, wenn ich hier links aus ehrensenf post (und ich habe mich gebessert!), aber das möchte ich euch nicht vorenthalten:

mp3s mit google suchen

mit firefox geht es so:
strg+b --> lesezeichen-fenster öffnet sich
rechtsklick auf die liste – neues lesezeichen
bei „name“ irgendwas reinschreiben
bei „adresse“ folgenden link reinkopieren:
http://www.google.com/search?hl=de&q=intitle%3A%22index.of%22+%28mp3%7Cmp4%29+%s+-html+-htm+-php+-avi&btnG=Suche&lr=
bei „schlüsselwort“ z.b. „musik“ reinschreiben

jetzt kannst du in der befehlszeile mit „musik papageno“ (ohne die anführungsstriche) beliebte vogelfängerarien downloaden.

bei musiktiteln, die aus mehreren wörtern bestehen, muss man die leerzeichen durch punkte ersetzen.

z.b. musik mit.dem.schwert.nach.polen.warum.rené

wieso immer gewaltspiele und -filme? man kann sich auch von musik inspirieren lassen…

die beiden jugendlichen aus tessin, die im januar ein ehepaar umgebracht und eine mitschülerin als geisel genommen hatten, und jetzt zu 9 1/2 jahren haft verurteilt worden sind, haben die tat nicht einfach so aus jux und dollerei gemacht. nein:

die angeklagten hatten als motiv angegeben, einen wagen stehlen zu wollen, mit dem sie nach japan fliehen und dort ein neues leben als ninja beginnen wollten.

wer das auf gewaltspiele oder videofilme schiebt, liegt gründlich daneben. ursache ist natürlich der alte die ärzte-song „mit dem schwert nach polen, warum rené?

Deutschland, Februar ’92: der arbeitslose Schustergeselle René geht schwer bewaffnet und im schwarzen Kampfanzug über die polnische Grenze… .

[…]
Du besorgst Dir zwei Gaspistolen,
Ninja-Wurfstern von ’nem Freund.
Du machst Kampfsport wie Jean-Claude van Damme,
keine Angst mehr vor dem Feind.
Einen Ninja-Dress aus dem Kaufhaus (100 Mark).
Von ’nem Freund leihst Du Dir ein Schwert.

Mit dem Schwert nach Polen (Polen),
mit dem Schwert (sag warum René)!

Deine Familie sieht Dich noch mal im vollen Ninja-Dress.
Du gehst ins Bett und denkst:
„Morgen ist mein großer Tag.“
Handschellen, Seil, Munition (Funkgerät),
Schwert, Pistolen und Kompassuhr…

Mit dem Schwert nach Polen (Polen),
mit dem Schwert (sag warum René).
Deine Mutter ist ahnungslos (ahnungslos),
mit dem Schwert (sag warum René).

„Schon 200 Meter hinter der Grenze wird René von einer polnischen Streife aufgegriffen. Ein Schöffengericht verurteilt ihn zu einer Strafe von 15.000 Zloty (ca. 35 DM). Er bekommt seine Waffen zurück und will nach Tokyo, um vom Ninja-Meister eine Lektion zu erhalten. In gebrochenem Deutsch grüßt er seine Eltern: „Macht euch keine Sorgen…“.

zur kontrolle: mit dem schwert nach polen, warum rené

was soll man da lange quatschen – ich werde onkel!

das erste mädchen in der familie stern seit 56 jahren.

kopf

was ich mir vorstelle: einen ausdruck der freude von jedem (!) weblogleser; andernfalls schließe ich diese schönen seiten und schicke etwaige texte nur noch meinen freunden. und ob DU dazugehörst?

also: kommentarfunktion nutzen. ich gehe davon aus, dass die junge familie bereits babysittingtermine verwaltet. ab november geht das los.

irina palm 5/10

eigentlich ist es als „guter“ film angelegt, kommt aber doch nicht über den – zugegebenermaßen amüsanten – prüderie-trifft-sex-situationshumor hinaus.

die geschichte ist kitschig: kleiner junge ist todkrank, die einzige rettung versprechende operation kann nur in australien durchgeführt werden. geld ist keines da. die jungen eltern sind völlig überfordert. die taffe oma behält einen kühlen kopf und sucht sich arbeit.

im film feiern viele klischees muntere wiederentdeckung. in england ist ständig beschissenes wetter. das wird auch noch verstärkt durch die grässliche und langweilige, ausschließlich auf gebrochenen akkordfolgen beruhende filmmusik. und alle britischen vorortfrauen sind puritanisch.

am ende ist der nachtclubbesitzer ein netter kerl, das verhältnis zu schwiegertochter gekittet, der sohn akzeptiert die neue tätigkeit der mutter; einzig das schicksal des jungen bleibt offen, aber eine positive kehrtwendung wäre hier auch wirklich zu viel des guten gewesen.

m. faithfull trägt den film, die nebendarsteller sind eher unglaubwürdig, der film ist zum ende hin zu langatmig, vor allem aufgrund der vorhersehbarkeit. und wieder wieder wieder: man kann keine guten kritiken erwarten, wenn alle(!) guten szenen bereits im trailer zu sehen waren, um die herum der rest des films gebastelt wurde. und weshalb haben 5 länder mitproduziert? wegen der fördergelder vielleicht.

irina palm in der imdb