Archiv für März 2008

schon wieder neues..

unter fachliteratur gibt es neues und die kategorie „dolziger kreis“ ist nicht mehr kennwortgeschützt.. fragen und antworten zu klassikern der politikwissenschaft. viel spaß. der spannungsgehalt der protokolle dürfte hingegen eher gering sein.

ach ja: da es doch oft (ständig) kritik an meiner bewertung gibt, darf nun rechts oben selbst über den von mir zuletzt geschauten film geurteilt werden. gleiche skala für alle. 10 ist top, 1 ist dreck.

Essay: Die Revolution von 1848/49

Die Revolution von 1848/49 unter dem Gesichtspunkt der Verfassungs- und Nationalstaatsbildung – Essay
von Christian Bartlau

online unter fachliteratur.

juno 9/10

ich fand’s gut. nicht so außergewöhnlich, wie man nach den kritiken erwarten durfte, aber mit unheimlich viel liebe zum detail und meinem musikgeschmack.

die 21jährige ellen page gibt eine beeindruckende 16jährige, die einfach irre irre sympathisch ist.

ich hatte eine gute zeit im kino.

Hamburger Programm

der erste hat die gelegenheit genutzt. unter fachliteratur findet sich nun die hausarbeit „Hamburger Programm – Das Grundsatzprogramm der SPD 2007 – Leitideen und Programmdiskussion“ von Sascha aus dem WiSe 2007/08.

fragen zur diskussion:
noten mit hinschreiben (bisheriger schnitt ist makellos :o) )?
datum hinzufügen?
mit tags versehen?
in der uni werbung machen?
möglichkeit zur diskussion der arbeit?

ich will keine hausarbeiten.de-abschreibschablone. aber lesen und zitieren oder das literaturverzeichnis nutzen (super, sascha!) sollte man es doch.

die welle 5/10

klassenziel verfehlt. setzen. 5.

spoiler!!

die welle muss ein pädagogischer, ein lehrfilm sein. gemacht für schüler und erwachsene, um zu demonstrieren, dass eine rückkehr des faschismus nicht ausgeschlossen ist. ja sogar wahrscheinlich!

gut an diesem film sind jürgen vogel und christiane paul als hippes und schwangeres lehrerpärchen, das auf einem hausboot (!) wohnt.

weiterhin gut sind die milieustudien, wobei ich das zunehmend schlechter einschätzen kann. die jugendlichen darsteller müssen in keinen möchtegern-slang verfallen und kommen so einigermaßen ehrlich rüber.

gut ist die weitestgehend werkgetreue adaption. lediglich das ende variiert. doch dazu später mehr.

woran mangelt es?

der film schafft den spagat zwischen lehrstück und überzeugungskraft nicht. einerseits dürfen figuren und umstände gerade nicht zu individuell sein, um allgemeine geltend beanspruchen zu können. schablonen sind dazu nötig, ob die schule in brandenburg steht oder in freiburg, ist dem film egal. die figuren sind viel zu grob gezeichnet. so bleiben die schöne prinzessin, der attraktive sportler, die dickliche zurückgewiesene, der gehänselte außenseiter, der gegelte karrierist, die schnippische kluge, etc. übrig. figuren, die jeder kennt, könnte man meinen. mit denen man sich identifizieren kann.

aber gerade nicht. kein mensch kennt solche hölzernen charaktere. niemand kennt die nur-guten, nur-erfolgreichen, nur-gehänselten (ok, die vielleicht). und wenn doch: erst recht hält sich niemand selbst für so hölzern! die welle-mitläufer sind also doch wieder nur die anderen. man selbst wäre für sowas natürlich nicht empfänglich.

dass man es wäre, steht jedoch außer zweifel. jedoch beantwortet der film die frage, die sich dem zuschauer unweigerlich stellt, nur ungenügend: na und?

es ist kein geheimnis, dass sich der mensch nach gemeinschaft sehnt. wenn männer ins fußballstadion gehen, mit den trikotfarben ihrer mannschaft, tun sie das sicher nicht aus einem hang zum individualismus. dass gemeinschaftssinn auch bei theatergruppen zieht, in mannschaften, in der schule, leuchtet ein. die menschen sind erfolgreicher, wenn sie zusammenhalten. dass ist doch eine schöne botschaft des films.

dass sich beim wasserball (einem sport voll verdeckter brutalität) die spieler schlagen, kann kaum der welle zugeschrieben werden. dass sich der außenseiter am ende erschießt, ist auch nicht der welle geschuldet, sondern dem zusammenbrechen der welt, in der er als gleichberechtigter mensch akzeptiert wurde. in aussicht auf die „alte“ welt, die alte hackordnung, das alte gegeneinander hat er keine zukunft gesehen.

wo sind die nachteile der welle?

imdb