Valkyrie 5/10

Der Rummel um diesen Film ist mir völlig unverständlich, ist es doch ein ganz normaler, beinahe schlichter Hollywood-Streifen, der eine beliebige Geschichte nacherzählt, deren Ausgang allgmein bekannt ist. Ohne auf die Tränendrüse zu drücken, das Set stets optimal ausgeleuchtet, die Musik häufig einen Tick zu laut, läuft Cruise durch allerlei aufgeräumte Kulisse bis zu seinem Tod. Während die „Musik“ im Film jede Szene überlärmt, wird sie – und das ist ein schöner Kunstgriff – im Moment des Todes ausgestellt. So merkt der Zuschauer, dass gerade etwas für den Film wichtiges passiert ist. Mitleid, Verständnis oder ein nur irgendwie geartetes Gefühl kann er schließlich nicht entwickeln. Dazu ist das Drehbuch viel zu sehr damit beschäftigt, alle Etappen des Attentats nachzuerzählen. Was ist mit den Motivationen Stauffenbergs, was mit seiner NS-Vergangenheit (das Wort NS-Vergangenheit klingt zu recht so schön vorwurfsvoll, hat hier aber einen amüsanten Nebenklang…), mit seiner Familie. Zu allem ein Satz, eine Szene, und weiter, damit man auch in 2 Stunden durch ist.

Der Film selbst ist wahrlich nichts besonderes. Überflüssig. 5 Punkte für den Unterhaltungwert, den angsteinflößenden Hitler und die Nachhilfestunde in Geschichte.