Tolstoi lesen

Frustshoppen sagt wohl der Volksmund dazu. Nach der verbaselten Hausarbeit gab es bei Zara Ahnsehnliches erst ab 100,00 €. Neben Zara ist Dussmann. Welch ein Glück.

In der Taschenbuchabteilung im Erdgeschoss beginnt die Buchreihe bei Z. Von Juli Zeh findet man genug für die nächsten zwei Jahre. Vargas Llosa steht auch nicht weit. Die Nachlese eines aktuellen Nobelpreisträgers steht jedem Bildungsbürger gut zu Gesicht. Doch Lateinamerika liegt mir derzeit fern.

Etwas weiter links sogar Volker Strübing im Taschenbuch.

Dazwischen jedoch, in vier Ausgaben: Tolstoi. Krieg und Frieden. Ein Projekt. Ich liebe Projekte.

In einem Band die (im Vergleich zur späteren Fassung etwa halb so umfangreiche) sog. „Urfassung“ in aktueller Übersetzung und lesbarem Schriftbild. Die Urfassung ist aber eigentlich eine zusammengeschusterte Zwischenfassung. Wer will das lesen?

Die richtige Version gibt es in zwei bis vier Bänden, eine Übersetzung reicht sogar bis in die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts zurück. Andere sind aus den 50er Jahren. Ich nehme an, dass die anachronistischen Formulierungen das Lesevergnügen trüben würden und entscheide mich für die aktuelle Übersetzung von Barbara Conrad-Lütt, erschienen im September 2010 zum Preis eines kleinen Einfamilienhauses.